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  • Lilly

Drogen: Spassfaktor oder gefährliches Spiel?

Hier spreche ich weder über Sex noch über Männer noch sonstige "leichte" Themen. Heute geht es um Drogen. Verschiedene Arten von Drogen. Wer meine Lebensgeschichte unter “About me” durchgelesen hat, wird mehr oder weniger erstaunt sein über die etwas dunkleren Kapitel meines Lebens. Zigaretten, Joints, Alkohol, Koks, Ritalin... Nicht grade alltäglich, so was zu hören respektive zu lesen. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich einige Freunde und meinen Vater an Drogen verloren habe. Viele Leute denken, ich müsste dadurch komplett abgeneigt gegen jegliche Art von Drogen sein. War ich aber nicht grundsätzlich. Warum? Weil ich meine eigenen Fehler machen wollte und das Gefühl hatte, probieren kann man ja, solange man nicht süchtig wird. Irrtum. Man wird schneller süchtig, als man sich eingestehen will. Und wenn man es merkt, ist es zu spät. Ich habe mir lange überlegt, ob ich über dieses Thema wirklich öffentlich schreiben will. Aber Sinn und Zweck dieses Blogs ist es ja, auch über Tabuthemen offen zu schreiben. Und Drogen gehören da definitiv dazu. Ich will hier keinesfalls irgendetwas beschönigen oder verharmlosen; eher im Gegenteil. Ich erhoffe mir eher, dass meine Erfahrungen helfen, dieses Thema mit etwas Distanz und gesundem Menschenverstand zu betrachten und eher mal "Nein" zu sagen, anstatt immer nur alles nachzumachen, was die anderen tun. Das hatte mir damals nämlich komplett gefehlt und ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich alles genauso durchgezogen hätte, hätte ich wirklich gewusst, auf was ich mich da eigentlich einlasse... Natürlich war ich unbelehrbar und wusste alles besser. Beim Thema Drogen hätte ich aber besser ausnahmsweise auf meine Mutter gehört. Ja, das habe ich jetzt tatsächlich geschrieben. So ernst ist es mir.

Wie fängt es denn überhaupt an? Das Rauchen zum Beispiel.  Entweder wächst man in einem Raucherhaushalt auf und hat von Anfang an von den Eltern vorgelebt gekriegt, dass Rauchen ok ist. Und fängt dann auch damit an – um sozusagen die Familientradition zu wahren. Oder, wie in meinem Fall, sitzt man mit anderen Halbstarken irgendwo am Waldrand, einer hat Kippen dabei und man spielt das “Achtung, Mama kommt” Spiel, womit man übt, zu Inhalieren. Anfänglich findet man das lustig und man macht mit, um dazuzugehören. Nikotin ist aber ziemlich fies und macht dich extrem schnell abhängig. Ich habe durch das blöde Raucherspiel mit meinen Freunden über 16 Jahre lang fast täglich geraucht. Zu meinen Spitzenzeiten bis zu 2 Packungen täglich. Lungenkrebs ahoi.  Ich habe x Versuche unternommen, aufzuhören. Zum Beispiel habe ich mir ein kleines Büchlein zugelegt, worin ich eine Strichliste führte. Für jede Zigarette gab es einen Strich. Ich dachte, wenn ich mir den Konsum so vor Augen führe, will ich automatisch reduzieren. Leider musste ich das Experiment nach etwa einem halben Jahr abbrechen. Gebracht hat es nämlich nichts, ausser Kollegen und Freunden, die sich über mich amüsierten. Und jeder neuen Person im Umkreis zu erklären, was ich hier mache, war auch ziemlich nervig. Also versuchte ich, den Konsum zu reduzieren. 5 Kippen am Tag. Das hat einige Tage funktioniert, bis ich keine Lust mehr hatte und “scheiss drauf” dachte.  Jahre später habe ich im Internet eine ominöse Methode gefunden. Ein kleiner Magnet aus Gold, den man sich an einer strategischen Stelle am Ohr befestigt. Dort sollen die Nerven liegen, die das Verlangen nach einer Zigarette auslösen. Und wenn man Mittels Magnet da draufdrückt, würde das Verlangen verschwinden. Ich habe sogar das ausprobiert. Unnötig zu sagen, dass das rausgeschmissene Kohle war. Das Resultat waren lediglich geschwollene und gerötete Ohren, die meine Laune nicht unbedingt besserten.  Ich musste nach Jahren auch feststellen, dass es nicht nur das Nikotin zu bekämpfen gilt. Viel schlimmer als das Nikotin (das nach 3 Tagen Abstinenz aus dem Körper verschwindet) ist die Gewohnheit. Rauchen ist ein Ding, das man einfach zu gewissen Zeiten, an gewissen Plätzen und während bestimmter Aktivitäten tut. Die Zigarette zum Kaffee, die Zigarette an der Bushaltestelle, die Zigarettenpause mit den Arbeitskollegen um 14.00 Uhr, die Zigarette danach.... Es ist unglaublich schwierig, sich diesen Gewohnheiten zu entziehen. Wenn ich ein paar Tage nicht geraucht habe, habe ich es sogar vermisst, die Zigarette nur schon zu halten. Da fehlte was zwischen meinen Fingern.  Jemand, der nicht raucht, kann diese Quälerei des Aufhörens kaum nachvollziehen. Und ich war beim Aufhören immer extrem gereizt. Noch mehr als sonst.  Natürlich ist mir das Aufhören zusätzlich viel schwieriger gefallen, weil mein Alkoholkonsum durch die Beziehung mit Ashif erheblich in die Höhe geschossen ist. Alkohol und Zigaretten sind beste Freunde. Wie oft sehe ich Nichtraucherkollegen an Firmenanlässen plötzlich rauchen, sobald sie ein paar Bier intus haben? Und durch Ashif kam ich auf den Geschmack von Alkohol. Auch das ist in eine böse Abhängigkeit ausgeartet. Früher, bevor ich regelmässig trank, habe ich mich immer gefragt, wie jemand tatsächlich Alkoholiker werden konnte. Man konnte doch einfach mal keinen Alkohol trinken und stattdessen einen Kaffee nehmen? Ha ha. Hochmut kommt vor dem Fall.  Alkoholabhängigkeit passiert ebenso schleichend wie Zigaretten, auch wenn die Alkoholabhängigkeit bei mir nicht so schnell eingetreten ist. Auch Alkohol kann zur Gewohnheit werden. Das fiel mir aber leider viel zu spät auf. Das Feierabendbier am Freitag wird plötzlich zum Feierabendbier am Freitag und Montag. Und dann werden es plötzlich pro Abend zwei Bier statt eines. Und weil der Dienstag vom Wochenende fast genauso weit ist wie der Montag, fängt man auch dann zu trinken an. Ist ja nichts dabei, man kann immer aufhören. Schliesslich denkt man am Donnerstag, man kann doch jetzt schon das kommende Wochenende feiern. Und so weiter und so fort.  Und dann kamen in meinem Fall die Online-Kartenspiele dazu. Mit Ashif habe ich die jeden Tag gezockt und hatte dabei immer mein Bier zur Hand. Er seinen Whiskey. Also haben wir geraucht und getrunken was das Zeug hielt.  Mit der Zeit hatte ich regelmässige Vollrausche unter der Woche. Der Kater am nächsten Tag gehörte für mich einfach dazu. Im Büro konzentrierte ich mich darauf, dem Chef nicht auf den Tisch zu kotzen. Mich zu übergeben war allgemein zur Routine geworden. Und meine Hände zitterten unaufhörlich. Es ging nicht lange und meinen Freundinnen fiel das Zittern auf. Aber ich erfand immer irgendeine blödsinnige Ausrede. Ich wollte mir lange Zeit nicht eingestehen, dass ich Alkoholikerin war. Für dich mag es vielleicht übertrieben klingen. Aber wenn ich von “langer Zeit” spreche, spreche ich von den Jahren 2013-2018. Ab 2014 ging es richtig los mit den täglichen Eskapaden. Und bei mir war's der Alkohol zu Hause. Andere (jüngere Exemplare) gehen regelmässig an Parties und trinken dort im Übermass. Ich habe mal von einem Kollegen die Aussage gehört, dass man nur dann ein Alkoholproblem hätte, wenn man zu Hause trinkt. Wenn man an Parties trinkt, gehört das einfach dazu und hat nichts mit einem Problem zu tun. Völliger Bullshit. Wenn man täglich an irgendwelchen Apéros, Parties und Grillfesten seiner Sucht frönen kann, ist das in meinen Augen genauso bedenklich, wie wenn man zu Hause den Alk konsumiert. Nur, dass man an den Parties das Gefühl hat, dass das ja dazugehört und völlig normal ist. Und besagter Kollege befindet sich jedes Wochenende in einem waschechten Vollrausch. Freitags und Samstags. Teils auch unter der Woche. Er hat definitiv ein Problem, will es aber einfach (noch) nicht einsehen.

Alkohol enthemmt und man wird lauter. Wie oft haben Ashif und ich uns im Vollrausch gezofft? Wie oft haben unsere Nachbarn angeklopft um zu sehen, ob alles in Ordnung ist? Im Nachhinein ist das ziemlich peinlich. Ist ja nicht so, als ob man Alkohol nicht riechen würde. Und den torkelnden Gang, die lallende Art zu sprechen, die blutunterlaufenen Augen.. Man müsste schon blind oder naiv sein, um den Grund dahinter nicht zu erkennen.  Ich schämte mich auch, vor Freunden oder der Familie zuzugeben, dass ich tatsächlich ein Alkoholproblem habe. Es war eine echt üble Zeit. Und ich wusste, dass ich da niemals alleine rauskommen würde. Aber zu den AA zu gehen schien mir doch zu übertrieben. Ich musste nur die Wurzel des Problems anpacken und aus meinem Leben verbannen: Ashif. Es war ja nicht so, dass er mir den Alkohol einflösste. Er brachte mich einfach immer wieder dazu, mit ihm Zeit zu verbringen und dabei übermässig zu trinken und zu rauchen. Und dass er den Alkkonsum in mein tägliches Leben gebracht hatte, stand ausser Frage. Aber ihn und damit den Alkohol zu verbannen war leichter gesagt als getan. Wir sprechen immerhin von 5 Jahren Beziehung und damit auch Abhängigkeit.  Doch auch als ich tatsächlich Nägel mit Köpfen gemacht hatte und die Beziehung zu Ashif beendete, konnte ich nicht einfach von heute auf morgen aufhören zu trinken. Im Gegenteil. Ich trank munter weiter, aber zu “meinen” Bedingungen und nur, wenn ICH wollte. Dass es dabei anfangs immer noch fast bei täglichem Konsum blieb, fiel mir nicht auf. Ich dachte, ich hätte es im Griff.  Und dann war da ja noch Tom, mit dem ich eine Beziehung begonnen hatte. Ich war von Anfang an ehrlich zu ihm und erklärte ihm meine Situation und dass ich etwas dagegen unternehmen wollte. Er reagierte ganz gelassen und sagte mir, dass wir das zusammen schon lösen würden. Und das taten wir auch. Wir waren oft draussen, haben etwas unternommen, gingen Wandern, an einen See, verbrachten ein Wochenende irgendwo in den Bergen... Ich war ständig mit körperlicher Betätigung abgelenkt. Und dass Tom selber nur selten Alkohol trinkt, half natürlich dabei. Solidarität kann unglaublich hilfreich sein. Und so habe ich nach einigen Monaten langsam automatisch angefangen, den Alkoholkonsum zurückzuschrauben. Es hat über ein Jahr gedauert, bis ich nicht mehr mindestens zweimal die Woche das übermächtige Verlangen nach Alkohol hatte! Ich hatte immer seltener Rückfälle. Wenn ich ehrlich bin, trank ich zu Hause nur dann, wenn ich mal wieder Lust auf das Online-Kartenspiel-Gezocke hatte. Irgendwie ist dieses Spiel in meinem Hirn mit Alkohol verbunden. Sobald ich das spiele, will ich sofort ein Bier. Und noch eines. Und noch eines.  Da Tom und ich nicht in der Wohnung rauchen, sass ich am Anfang unserer Beziehung teilweise sogar im tiefsten Winter bei Minusgraden stundenlang auf dem Balkon, zockte und rauchte eine Zigarette nach der anderen – das Bier selbstverständlich neben mir und immer schön voll. Bei Kälte verträgt man übrigens viel mehr Alkohol. Respektive, man merkt nicht, wie viel man tatsächlich trinkt und fühlt sich ganz klar im Kopf. Bis man rein geht und es warm wird. Erst dann fängt der Alkohol an zu wirken und ich verbrachte nicht selten die ganze Nacht mit dem Kopf über der Kloschüssel, nachdem ich in der Kälte getrunken hatte.  Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass meine Alkoholprobleme durch dieses Onlinespiel verstärkt werden. Und sooo wichtig war das Spiel nun auch wieder nicht. Also habe ich es deinstalliert und verschwende keine Gedanken mehr daran. Mein letztes alkoholisches Getränk war ein Feierabendbier mit Mio. Ein einziges. Früher wäre das der Anfang einer langen Nacht gewesen. Und ich muss sagen, ich vermisse den Alkohol überhaupt nicht. Aber es war ein verdammt langer und mühsamer Weg dahin.

Dabei geholfen hat mir auch die Tatsache, dass ich zwischendurch das Rauchen aufgegeben habe. Ich habe das Gefühl, wenn ich Alk trinke, will ich eine Zigarette. Und wenn ich viel rauche, dann kann ich noch mehr trinken. Wenn man das Eine weglässt, ist es einfacher, das Andere nicht mehr anzurühren. Aber nach 16 Jahren Rauchen ist es echt nicht einfach, damit auch noch aufzuhören.

Tom hatte von einem Tag auf den nächsten plötzlich keine Lust mehr zu Rauchen (er war krank, er hatte eine ganz schlimme Männergrippe). Während der Krankheit rauchte er nicht (ich rauche sogar wenn ich Bronchitis habe) und als er wieder fit war, fragte er sich, wieso nicht gleich aufhören? Gesagt, getan.  Ich sah dem 2-3 Wochen amüsiert zu und erwartete täglich, Tom mit Zigarette im Mund zu erwischen. Aber nope, er zog es tatsächlich durch. Und es sah ganz einfach aus.  Also dachte ich mir, was der kann, kann ich auch. Ausserdem haben wir hier echte Solidarität, er raucht nicht, also sollte ich auch nicht rauchen. Einen Aschenbecher zu küssen ist echt widerlich.  Da ich meine vielen vergeblichen Versuche noch vor Augen hatte, beschloss ich, einen ganz anderen Ansatz zu verfolgen.  Ich setzte mich am Abend auf die Terrasse und rauchte eine ganze Packung so schnell wie möglich. Selbst als mir schlecht wurde und ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr auf Zigaretten hatte, rauchte ich weiter. Eine Art Schocktherapie.  Am nächsten Tag wachte ich auf und hustete mir wie üblich die Seele aus dem Leib. Das war ja nichts neues. Die Halsschmerzen auch nicht. Aber mir war so überhaupt nicht nach einer Zigarette. Mir war richtig elend. So ging der erste rauchfreie Tag wie im Flug vorbei und ich war sogar froh, nicht rauchen zu müssen.  Danach folgte Tag 2. Der war schon eher eine Knacknuss. Den ganzen Tag über hatte ich Lust auf eine Zigarette. Ich war nervös und gereizt. Ich erlag im Büro sogar einem Wutanfall weil ich ein Dossier nicht finden konnte. Ich bin total ausgerastet und stand kurz davor, meinen Laptop aus dem Fenster zu schmeissen. Kein Witz, ich war echt sauer. Auf alles und jeden. Und hab rumgeschrien. Richtig peinlich. Ich lud mir eine rauchfrei-App runter. Obwohl mir Geld nie besonders wichtig war, bin ich doch ein Sparfuchs. Und wenn mir meine Gesundheit nicht wichtig genug ist, mit dieser lästigen Angewohnheit aufzuhören, dann ist es doch mein Geldbeutel.  Die App zeigt mir täglich das gesparte Geld sowie die nicht inhalierten Giftstoffe an. Man kann sich auch finanzielle Ziele setzen und die App zeigt den prozentualen Fortschritt bis zur Erreichung an. Mein Gehirn liebt Zahlen und Tabellen und Anzeigen. Also schaute ich jedes Mal auf die App, wenn ich Lust auf eine Zigarette hatte. Und ich setzte mir Ziele. Erstes Ziel war es, mal wieder shoppen zu gehen. Das würde ich in einem Monat erreicht haben. Da ich so was aber schon früher gemacht und doch versagt hatte, beschloss ich, Nägel mit Köpfen zu machen. Nach dem Lebensmitteleinkauf (ich hasse Lebensmitteleinkäufe!) habe ich mich früher immer erst mit einer Zigarette belohnt. Das konnte ich jetzt ja nicht mehr. Und einfach was in mich reinstopfen wollte ich nicht. Schliesslich heisst es nicht umsonst, dass man zunimmt, wenn man mit dem Rauchen aufhört.  Also machte ich etwas auf den ersten Blick komplett Unlogisches: Ich kaufte mir meinen lang ersehnten Diamantring. Tom machte ja keine Anstalten, mir einen zu schenken und nach diesen nervenaufreibenden zwei Tagen hatte ich mir eine Belohnung verdient! Ich gab fast 2000 CHF dafür aus. Mir war es egal und ich vergass den Sparfuchs. Schliesslich würde ich das Geld durch den Verzicht auf Zigaretten wieder zusammensparen. 

Ich habe es tatsächlich durchgezogen und mehr als 2 Monate nicht mehr geraucht und war sehr stolz auf mich. Jedes Mal wenn ich den Ring anschaute, verband ich das mit dem erreichten Ziel, nicht mehr zu rauchen. Nur blöd, dass nach 2 Monaten der Urlaub auf Mauritius folgte. Mein erster Urlaub ohne Zigarette. Hm, eigentlich kein Problem, hatte ich doch wochenlang kein Verlangen nach Zigaretten mehr. Aber ich Trottel habe wieder angefangen. Erst dachte ich, eine Zigarette täglich kann ja nicht schaden. Die Stimmung ist so toll hier am Strand. Danach wurden es 2, plötzlich war ich bei 5 und ehe ich mich versah, rauchte ich wieder munter wie ein Schlot. Mist! Also wieder alles auf Anfang. Das gehört leider auch dazu. Ich habe noch zwei Päckchen, danach wird wieder aufgehört. Jetzt ist sowieso ein guter Zeitpunkt. Dank Corona müssen wir im Home Office arbeiten. Sprich, es kriegt keiner mit wenn ich einen Tobsuchtsanfall kriege und durch die eingesparten Zigarettenpausen kann ich früher Feierabend machen, um mich hingebungsvoll um die Couch und den Fernseher zu kümmern. Ob ich das Aufhören nochmal schaffe wird sich zeigen. Aber mein Diamantring verspottet mich mittlerweile und das passt mir überhaupt nicht. Schliesslich waren wir mal beste Freunde. Daher habe ich echt die Intention, nochmal aufzuhören. Wenn ich keine Zigaretten mehr hab. Natürlich folgt davon noch ein Update, in allen Einzelheiten. Ok, wo waren wir? Also ich war 4 Jahre lang alkoholabhängig und 16 Jahre (mit Unterbrüchen) nikotinsüchtig. Da war doch noch was? Ach ja richtig. Das Kokain. Das erste Mal kam ich damit mit etwa 17 in Berührung. Ich hatte einen neuen Freund. Ziemlich gut aussehender Typ, älter als ich (so um die 19/20), ich weiss nicht mal mehr, wo ich ihn kennengelernt habe. Roberto war sein Name.  Wir trafen uns immer bei ihm. Bei meinen Eltern lief es nicht gut und ich suchte sowieso ständig eine Ausrede, um nicht zu Hause zu sein.  Eines Tages fragte er mich, ob ich bereit wäre, was Neues auszuprobieren. Ich hatte keine Ahnung, was er meinte, bejahte aber. Er zog ein kleines Päckchen mit weissem Pulver aus einer Schublade. Ich war in diesem Moment einfach nur neugierig.  Natürlich schoss mir der Gedanke an meinen Vater durch den Kopf. Aber der hat sich Heroin gespritzt, das hier war eindeutig nur Kokain. Das war doch nicht so schlimm, oder?  Erst rauchten wir es. Er strich eine dünne Line auf eine Zigarette und wir rauchten sie zusammen. Ich war angenehm überrascht von der Wirkung und wollte mehr.  Er zog eine Line und ich schnupfte zum ersten Mal Kokain. Ich werde wohl nie mehr vergessen wie sich das anfühlte. Es war einfach toll. Man ist so energiegeladen, man kann nicht aufhören zu reden und das Hirn gaukelt einem vor, man könnte absolut alles schaffen. Alles. Mir wurde klar, dass ich offenbar eine verdammte Superheldin war! Ich sagte das zu Roberto und er lachte nicht. Er stimmte zu und führte meinen Gedankengang weiter. Er war ja selber high. Aber auch wenn er gelacht hätte - es wäre mir total egal gewesen. Mir konnte sowieso niemand etwas anhaben.  Nach etwa 20-30 Minuten liess die Wirkung nach und das langweilige normale Leben kehrte zurück. Natürlich zogen wir sofort die nächste Line. Und hörten einfach nicht mehr damit auf. Ganze Wochenenden verbrachten wir in seinem Zimmer und zogen uns das Zeug durch die Nase. So ging das ein paar Wochen, aber ich beruhigte mich und redete mir ein, dass es ja nur auf die Wochenenden beschränkt war. Für Treffen unter der Woche wohnte er zu weit weg und solange es unter der Woche kein Koks gab, war doch alles ok. Nach einiger Zeit fing ich an, mir doch Gedanken zu machen. Roberto hatte immer Koks dabei und lud mich ein. Irgendwann würde er doch Geld dafür verlangen? Oder nicht? Und was war, wenn wir Schluss machen würden? Das Zeug ist extrem teuer und zu dieser Zeit konnte ich mir grade mal die Zugfahrt zu Roberto leisten. Wie sollte ich denn bitteschön an Kokain kommen, falls wir Schluss machen sollten? "Drogendealer mit Kokain" googeln? In Zürich einfach mal wahllos irgendwelche Passanten anquatschen, die aussahen wie Drogendealer? Und wie sollte ich an so viel Geld kommen? Mein Hungerlohn reichte ja knapp für die Kippen. Diese Gedankengänge machten mir extreme Angst und ich realisierte langsam, dass ich süchtig danach wurde (oder bereits war). Ich freute mich nur auf die Wochenenden, weil ich wusste, es gibt wieder einen Kick. Und wenn wir uns trafen und er nicht sofort das Päckchen hervorzauberte, war ich enttäuscht und fing an zu nörgeln. Ich wollte gar nicht mehr IHN sehen, ich wollte nur noch das weisse Pulver haben. Roter fetter überdimensionierter Alarm! In meinem Kopf passierte daraufhin etwas Komisches: Ich hatte eine Art Kurzschluss und wusste, ich musste sofort Schluss machen. Und mit sofort meine ich sofort. Als mir der Gedanke kam, nahm ich mein Handy und rief Roberto an. Ich glaube ich war sogar auf dem Weg zum Zug, um zu ihm zu fahren. Er war komplett überrascht, akzeptierte aber meinen Entscheid mit viel Gemurre.  Es war mir einfach zu riskant, hatte ich doch deutlich die Konsequenzen vor Augen wenn ich nur an meinen Vater dachte. Ausserdem gab es noch einen nicht unerheblichen Faktor zu dieser Zeit, der mir die Kraft gab, sofort die Beziehung zu Roberto zu beenden und damit auch mit dem Koks aufzuhören. Wer über mich gelesen hat weiss, in welchen Situationen ich ausschliesslich Schluss mache: Genau, wenn ein neuer Mann in Aussicht ist. Das war Florian, mit dem sich eine 5 Jahre dauernde Beziehung entwickeln sollte. Und es war mir wichtiger, mit ihm eine Beziehung anzufangen, als ewig im Drogenkreis gefangen zu bleiben. Daher fiel mir der Schlussstrich zu Roberto und damit auch dem Koks vergleichsweise leicht. Und ich bin extrem froh, dass das so gekommen ist. Dass Flo's Timing, genau zu diesem Zeitpunkt in mein Leben zu treten, reines Glück war, kam mir erst Jahre später in den Sinn. Es hätte auch ganz anders kommen können.. Ich werde zum Glück nie erfahren wie es ausgegangen wäre, hätte ich damals keine neue Beziehung in Aussicht gehabt und dadurch Schluss gemacht.

Und so vergingen die Jahre und ich dachte eigentlich nie mehr an Koks. Bis zu dem Tag Anfang September 2012, als ich nach der Trennung von Flo mit meiner besten Freundin Giulia von Island zurück flog und ihre Mitbewohner völlig überraschend eine Kokain-Party gaben. Weder Giulia noch ich wussten, dass die beiden Koks schnupften. Ich war völlig baff und wollte erst nicht mitmachen. Da aber alle schnupften und ich die Wirkung ja schon kannte, dachte ich mir, dass es ja nicht so schlimm werden könnte. Ich habe ja schliesslich schon einmal damit aufgehört.  Es war toll. Wie damals, nur besser! Wir verbrachten viele lustige Abende zusammen und die Extra-Energie half mir oft beim Lernen fürs Studium. Was ich allerdings nicht bedacht hatte war das Geld. Damals mit 17 hatte ich kaum Geld. Jetzt schon. Und ich versorgte mich regelmässig mit neuem Stoff über den Dealer, den wir praktischerweise an der Koks-Party nach Island kennengelernt haben.  Und so toll die Wirkung von Kokain auch ist: Die Nebenwirkungen sind absolut beängstigend. Sehr schnell bekam ich Nasenbluten. Richtig starkes Nasenbluten, teilweise sogar auf der Arbeit oder während der Vorlesung.  Zwischendurch roch ich Kokain, auch wenn ich irgendwo war, wo ich genau weiss, dass es da ganz sicher keinen Stoff gibt. Wie zum Beispiel bei meiner Mutter. Aber wenn ich es roch, dann fuhr mein Kopf immer ruckartig hoch und ich fing an zu schnüffeln wie ein Hund. Das war einfach eine instinktive Reaktion. Ein paar Freunde waren ziemlich irritiert davon und fragten mich mal, ob ich eine Art Hirntumor hätte.  Und je mehr ich schnupfte, desto öfter kam es vor, dass ich mir den Geruch einbildete. Der Geruch (eigentlich eher Geschmack) ist am ehesten mit “bitter” zu beschreiben. Wie Medizin. Eklige Medizin. Sogar heute bilde ich mir teilweise noch ein, Kokain zu riechen. Jahre später! Mittlerweile zucke ich aber nicht mehr so zusammen, weil ich weiss, dass es nur eine Einbildung ist.  Eine weitere Nebenwirkung war meine Vergesslichkeit. Ich fing an, Dinge zu vergessen und zu verlegen. Konnte mich nicht mehr an Termine erinnern. Ich war ständig abgelenkt, nervös und fahrig. Das Schlimmste aber war der mangelnde Appetit und die Schlaflosigkeit. Wenn man dir eine Adrenalinspritze verpasst, denkst du auch nicht ans Schlafen. So verhält es sich mit Kokain. Ich schlief kaum mehr eine Nacht durch, irrte ziellos durchs Schlafzimmer und sprach mit mir selbst. Eine Nebenwirkung von Koks ist tatsächlich, dass man ständig plappert. Durch den Schlafmangel kriegte ich ziemliche Augenringe. Und dass Kokain den Appetit hemmt, wenn nicht komplett einstellt, hat das Ganze auch nicht besser gemacht. Ich musste mich zum Essen zwingen. Teilweise habe ich auch nur gegessen, wenn ich mal eine Pause vom Koks gemacht hatte. Und dann hatte ich richtiggehende Heisshungerattacken. Nur um danach wieder tagelang keine vernünftige Mahlzeit zu mir zu nehmen. Das hält keiner sehr lange durch. Giulia machte dasselbe durch. Wir waren zusammen abhängig und kamen dann auch noch auf die glorreiche Idee, uns über meinen von ADS geplagten Bruder Ritalin zu beschaffen. Ok, genauer gesagt ihm Pillen zu stehlen. Wie tief wir da gesunken sind. Es gab das Gerücht unter uns Studenten, dass Ritalin ähnlich wie Koks wirkt, nur viel länger anhält. Und das stimmt tatsächlich. Allerdings hemmt auch Ritalin den Appetit und führt zu Schlaflosigkeit, wenn man es zu spät am Tag einwirft. In Verbindung mit Koks natürlich eine tödliche Mischung für extrem dumme Leute. Wir haben nach einigen Versuchen beschlossen, doch lieber auf das Ritalin zu verzichten, weil ich meinen Bruder nicht in Schwierigkeiten bringen wollte. Irgendwann wäre es aufgefallen, dass Pillen fehlen. Jahre später, als Giulia und ich uns in einem Frauengespräch mal wieder über diese Zeit unterhielten, sagte ich ihr so was wie “Jaja, das waren lustige aber anstrengende 4 Wochen” Sie sah mich schräg von der Seite an und antwortete “Das waren keine 4 Wochen, das war ein halbes Jahr!” Wir zählten nach. Und tatsächlich. Es waren etwas mehr als 5 Monate, in denen wir kokainsüchtig waren. Ich war vollkommen perplex. Wie hatte ich mir nur dermassen was vormachen können?! Aufgehört habe ich aus drei Gründen: Erstens merkte ich, dass ich nicht mehr ohne Koks konnte/wollte. Da ist mir doch noch mit einiger Verspätung mein Vater in den Sinn gekommen und wie schnell man doch von Kokain auf Heroin umsteigen könnte. Zweitens war da meine letzte Kokain-Lieferung. Der Stoff war so zerschnitten, dass das Pulver nicht weiss, sondern schmutzig-grau war. Eine Nase davon und ich merkte, dass mir das Zeug richtig zusetzte. Es war kein Spass mehr. Drittens lernte ich Ashif kennen und der sagte mir schnell, dass er das überhaupt nicht gut fand. Ich war ihm gegenüber ehrlich. Rausgefunden hätte er es sowieso irgendwann. Also beschloss ich damals, dass ich mit Giulia zusammen einen Schlussstrich ziehen würde. Und der war nicht weiss, sondern rot und dick und endgültig. Sie machte mit und wir haben seitdem kein Kokain oder Ritalin mehr angefasst. Nie mehr. Und ich bin äusserst froh darüber.  Auch hier zeigt sich wieder: Es ist das Umfeld, das solche Gelegenheiten schafft. Niemand geht zu einer wildfremden Person und fragt “Ey, haste ein bisschen gratis Koks?” Dir wird es aus dem Nichts an einem Grillfest, irgendwo bei einer Party oder beim neuen Freund zu Hause angeboten. Du probierst es aus, findest es (natürlich) toll und schon willst du noch mehr davon. Du wirst schnell per Definition süchtig.  Es gibt auch Menschen, die immun dagegen sind und so was nie ausprobieren würden. Sie sehen den Sinn dahinter nicht. Diese Einstellung finde ich toll und hätte ich auch gerne!  Da ich aber schwach bin, habe ich es probiert. Ich kann sagen, ich habe es genossen, es war anfangs toll, ist komplett ausgeartet und ich werde es niemals wieder tun. Auf keinen Fall würde ich mich noch einmal in diese Gefahr begeben. Kokain ist keine Gelegenheitsdroge, das ist richtig harter Stoff. Und es gibt nichts Cooles an Nasenbluten, Schlafmangel und eingefallenen Gesichtszügen, weil man tagelang nichts gegessen hat. Und dass ich fast 9 Jahre nach meiner letzten Line teilweise immer noch Kokain riechen kann, ist schon ziemlich beängstigend. Lass also ja die Finger von dem Zeug, es wird dich langsam töten und lässt deine Mitmenschen dabei zusehen. Und aufzuhören ist auch nicht so einfach wie es klingt, vor allem wenn dein Umfeld munter weiter kokst. Ich hatte beim zweiten Mal wieder reines Glück, dass Giulia auch aufhören wollte und wir uns von den Leuten distanzierten, die weitermachten. Also lass bitte die Finger davon, falls dir jemals ein netter Fremder oder Bekannter das weisse Zeug anbietet. Es kommt nie was Gutes dabei raus! Schon allein die Tatsache, dass ich nach Jahren der Abstinenz einfach plötzlich von einem Moment auf den anderen einfach wieder mit Koks angefangen habe und nicht mehr aufhören wollte, sollte zeigen, dass das echt kein Spass ist. So froh ich auch bin, dass ich das weisse Gift nie wieder angefasst habe, so beschämt muss ich mich nun meinem letzten Laster zuwenden: Marihuana. Meinen ersten Joint rauchte ich mit 15 mit meiner damals neuen und aufregenden Freundin Missy. Es war toll und ich gehörte das erste Mal dazu. Ausserdem war meine Mutter strikt gegen jegliche Art von Drogen, was mir zusätzlich einen Grund verschaffte, unbedingt mit dem Kiffen anzufangen. Ich fand mich unheimlich cool. Es wurde aber zum Glück nie eine wirkliche Sucht daraus. Es blieb immer bei einigen wenigen Situationen, wo ich mitgemacht habe. Ich muss aber gestehen, dass ich auch heute gegen einen gelegentlichen Joint nichts einzuwenden habe. Solange es sich in Grenzen hält und ich nicht fahren muss. Ich fahre nach einem Joint nie selber. Ohne Ausnahme. Das ist mir zu riskant, da ich die Reaktionszeit einer 192-jährigen Schildkröte kriege, wenn ich geraucht habe. Und es gibt ja noch ein anderes Problem mit Kiffen und Autofahren. Bei einer Kontrolle lässt sich THC noch tagelang nach dem Konsum im Blut nachweisen. Das ist ziemlich riskant und daher ist es keine gute Idee, unter der Woche einen Joint zu rauchen, wenn man am nächsten Tag wieder fahren muss. Also schränkt das schon einmal ein. Ein weiterer Nachteil ist meine Vergesslichkeit und das Alles-ist-mir-egal-Gefühl, das sich einstellt, wenn ich einen Joint geraucht habe. Und die Fressattacken sind auch ziemlich nervig. Teilweise stopfe ich buchstäblich alles in mich rein, was ich irgendwo in der Wohnung finde. Chips, Karotten, Joghurt, saure Gurken, M&Ms und Käsescheiben. Und alles durcheinander. Und die Waage freut's.. Trotz all den Nachteilen, kiffe ich hin und wieder am Wochenende. Und ich teile mir einen Joint über den ganzen Tag oder mehrere Tage auf. Zu viel kann ich eh nicht rauchen, da wird mir schlecht von. Und solange es sich in Grenzen hält, finde ich es ok. Man muss das aber gut im Griff haben und sich zwischendurch immer mal wieder fragen, ob es nicht Überhand gewinnt. Dann nämlich sollten die Alarmglocken schrillen und man sollte sofort kürzer treten. Das ist keine Aufforderung zum Nachmachen und ich will nichts verharmlosen. Auch Kiffen kann übel süchtig machen, da müssen wir uns gar nicht erst anfangen, was vorzumachen. Und aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen behalte ich das bei mir sehr genau im Auge und beschränke es.


Wenn man das ganze Thema genauer überdenkt, kann man von vielen Dingen süchtig werden, auch wenn sie nicht explizit als Droge gelten. Ich kenne zum Beispiel viele Leute (Arbeitskollegen, Freunde, meine Mutter), die ohne ihre 6-10 Kaffees täglich überhaupt nicht funktionieren. Oder ohne Red Bull. Oder Leute, die sich gut und gerne ein ganzes Wochenende vor der Konsole oder dem PC einrichten und das Zimmer nur verlassen, wenn sie mal aufs Klo müssen oder eine Kappe Schlaf brauchen. Oder Leute die total übel drauf sind, wenn sie nicht täglich 3 Stunden im Fitnesscenter verbringen. Ist ja nichts Verwerfliches dran, die Versuchungen liegen halt überall. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man am besten fährt, wenn man sich gegenüber total ehrlich ist und versucht, nichts zu beschönigen. Und spätestens wenn man Freunden gegenüber eine Ausrede erfindet oder das eigene Verhalten versucht runterzuspielen, sollte man die Situation anfangen zu überdenken. Denn dann merkt man offenbar selber, dass das eigene Verhalten nicht (mehr) der Norm entspricht und man es verharmlosen will. Eine gute Portion gesunder Menschenverstand und Ehrlichkeit sich selber gegenüber haben noch niemandem geschadet.

Schlussendlich bleibt eigentlich nur eines in aller Deutlichkeit zu sagen: Ich habe (zu) vieles ausprobiert und bin rückblickend froh, dass ich nicht komplett abgestürzt bin. Und das auch nur, weil ich immer wieder unverschämtes Glück hatte und die Menschen in meinem Umfeld mich beim Aufhören unterstützt haben. Ohne sie weiss ich nicht, wie es heute um mich stehen würde oder ob es mich überhaupt noch gäbe. Mach nichts davon nach und sieh diesen Post als das was er ist: Ein Erfahrungsbericht über unglaubliche Dummheit und den langen mühsamen Weg hinaus. Glaub mir, du kannst auf diese Art von Erfahrungen definitiv verzichten und deine Zeit viel sinnvoller nutzen. Und wenn du denkst, dass du selber ein Drogenproblem hast (oder ein Freund), schweig es nicht tot sondern hol dir Hilfe bei deiner Familie, bei Freunden oder bei einer offiziellen Stelle. Und vor allem: Halte Abstand von den Leuten, die dich in diese Lage gebracht haben!

Auch wenn es schwierig ist und man sich vor den Freunden und der Familie schämt. Ganz von alleine kommt man aus so einer Situation nicht raus und es ist keine Schande, sich den engsten Menschen im Umfeld anzuvertrauen. Es sich einzugestehen, ist tatsächlich der erste Schritt raus aus der Sucht. Danach ist eiserner Wille und der richtige Ansporn angesagt. Was auch immer als Ansporn dient, halt dich daran fest und es wird leichter werden.

Wenn du nie so ein Problem hattest: Glückwunsch! Du bist ein intelligenter, vernünftiger Mensch. Im Ernst. Behalte das bei und schüttle ruhig den Kopf über meine Dummheit, du hast ja Recht.

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